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WordPress Backup-Strategie — die komplette Anleitung 2026

Ein gutes Backup ist die wichtigste Versicherung deiner WordPress-Site. Wir zeigen die komplette Backup-Strategie — mit Off-Site-Storage, Restore-Tests und realistischen Frequenz-Empfehlungen.

8. April 2026 · 9 Min Lesezeit · Sicherheit
Eine WordPress-Site ohne Backup-Strategie ist wie Autofahren ohne Airbag. Funktioniert lange — bis zum Crash. Backups sind die einzige Versicherung gegen Hacks, fehlgeschlagene Updates, User-Fehler oder Hosting-Probleme. Aber nicht jedes Backup ist gleichwertig: ein lokaler Backup-Plugin-Dump auf demselben Server hilft dir nicht, wenn der Server selbst kompromittiert ist. Hier eine Anleitung zur soliden Backup-Strategie — mit den Tools, Frequenzen und Restore-Prozessen, die wir bei jedem unserer Wartungs-Kunden umsetzen.
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1. Was muss gesichert werden?

Eine WordPress-Site besteht aus zwei Teilen: Files (alles unter wp-content, plus wp-config.php, htaccess) und Datenbank (alle Posts, Settings, User, Inhalte). Beides muss gesichert werden. Reine File-Backups ohne DB sind nutzlos — du hast den Code, aber keine Inhalte. Reine DB-Backups ohne Files sind auch wertlos — du hast die Inhalte, aber keine Themes, Plugins, Bilder.

  • Files: wp-content/, wp-config.php, .htaccess, Custom-Code im Root
  • Datenbank: alle Tabellen, inkl. Custom-Plugin-Tabellen
  • Optional: WordPress-Core-Files (oft nicht nötig, da von wordpress.org herstellbar)
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2. Wie oft sichern?

Die Frequenz hängt von der Änderungshäufigkeit ab. Marketing-Sites mit wenigen Updates: einmal wöchentlich reicht. Blog mit täglichen Posts: täglich. WooCommerce-Shops: mehrmals täglich oder kontinuierlich (jede Stunde). Faustregel: wie viel Datenverlust kannst du dir maximal erlauben? Wenn das maximal 24h sind, dann täglich sichern. Wenn 1h, dann stündlich. Bei E-Commerce: Bestellungen sind kostbar — auf keinen Fall mehrere Stunden riskieren.

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3. Off-Site-Storage ist Pflicht

Backup auf demselben Server, der gehackt werden kann, ist kein echtes Backup. Off-Site bedeutet: andere Infrastruktur. Optionen: Amazon S3 (sehr günstig, sehr zuverlässig), Backblaze B2 (noch günstiger), Google Drive (einfach, aber begrenzte API-Limits), Dropbox (einfach, etwas teurer). Bei Hosting-spezifischen Backups (z.B. Cloudways, WP Engine): die sind meist auf eigener Infrastruktur, aber prüfe, ob sie auch dann verfügbar sind, wenn dein Hoster-Account selbst kompromittiert ist.

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4. Backup-Plugin-Empfehlungen

UpdraftPlus ist das verbreitetste Backup-Plugin (kostenlose Basisversion, Premium für Off-Site, ~$70/Jahr). Sehr zuverlässig, aber UI ist altmodisch. BackupBuddy (Solid Backups) ist Premium mit besserem UI (~$200/Jahr). BlogVault ist Cloud-basiert mit täglichen Backups inkludiert (~$200/Jahr). Für Hardcore-User: WP-CLI mit Custom-Cron-Skripten — flexibel, aber Setup-Aufwand. Für Hosting-spezifische: viele Premium-Hoster (Kinsta, WP Engine, Cloudways) haben tägliche Backups inkludiert.

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5. Retention — wie lange aufheben?

Die typische Empfehlung: tägliche Backups 14 Tage, wöchentliche 8 Wochen, monatliche 12 Monate. Damit deckst du verschiedene Szenarien ab: kurze Reverts (was war gestern?), mittlere (was war vor 2 Wochen?), lange (was war vor 6 Monaten, bevor das Plugin installiert war?). Speicherplatz ist heute so günstig, dass du eher zu viel als zu wenig aufbewahren solltest.

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6. Restore-Tests sind kritisch

Ein Backup, das nicht restored werden kann, ist kein Backup. Mindestens einmal pro Quartal: Backup von letzter Woche auf eine Staging-Site restoren. Funktioniert es? Sind alle Daten da? Funktionieren alle Funktionen? Diese Tests entlarven Probleme, bevor sie im Ernstfall katastrophal werden — z.B. dass das Backup-Plugin Custom-DB-Tabellen nicht mit gesichert hat.

Häufiger Fehler

Backups werden eingerichtet und vergessen. Monate später, im Ernstfall, stellt man fest: das Backup ist seit 3 Monaten kaputt, wurde nicht überwacht. Setup Notifications für fehlgeschlagene Backups.

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7. 3-2-1-Strategie für kritische Sites

Für business-kritische Sites empfehlen wir die 3-2-1-Strategie: 3 Backup-Kopien, auf 2 verschiedenen Medien (Disk + Cloud), 1 davon Off-Site. Konkret: ein lokales Backup auf dem Hoster (schnell für Restores), eines auf S3 (Off-Site), eines auf einer ganz anderen Cloud (z.B. Backblaze). Bei mehreren Disasters bist du immer noch versichert.

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8. DSGVO und Backups

Backups enthalten personenbezogene Daten — Kunden-E-Mails, Bestellungen, Kommentare. Das hat DSGVO-Implikationen. Faustregeln: 1) Backups verschlüsselt speichern (Plugin-Setting), 2) Retention dokumentieren — User können Löschung verlangen, das gilt auch für Backups, 3) Auftragsverarbeitungs-Vertrag (AVV) mit Cloud-Anbietern abschließen (S3, Backblaze haben Standard-AVVs). Wir erleben in Audits oft, dass Backup-Strategien DSGVO-Lücken haben.

FAQ

Häufige Fragen.

Reichen die Hoster-Backups?

Bei Premium-Hostern (Kinsta, WP Engine, Cloudways) meist ja, als Erst-Backup. Aber: bei Hoster-Account-Kompromittierung sind diese auch nicht erreichbar. Zweites unabhängiges Backup ist ratsam.

Was kostet eine solide Backup-Strategie?

Plugin: $70-200/Jahr. Cloud-Storage: $1-10/Monat je nach Volumen. Total: ~$100-300/Jahr. Für die Versicherung gegen Datenverlust ein Witz.

Wie schnell ist ein Restore?

Bei guter Vorbereitung: 30-60 Minuten für eine durchschnittliche Site. Bei größeren Sites mit vielen GB Files: bis zu mehreren Stunden. In Extremfällen (komplexe Multisite, große DB): einen Tag.
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