Die ersten Sofortmaßnahmen
In den ersten Minuten geht es darum, weiteren Schaden zu verhindern, ohne Spuren zu zerstören. Setze die Seite wenn möglich in den Wartungsmodus, damit Besucher nicht auf schädliche Inhalte treffen und Google nicht noch mehr kompromittierte Seiten indexiert. Ändere die Passwörter für Hosting, FTP/SSH, Datenbank und WordPress-Admin — idealerweise von einem sauberen Gerät aus. Und sichere den aktuellen Stand als Beweis, bevor du bereinigst.
- Seite in den Wartungs-/Offline-Modus setzen (Schaden für Besucher stoppen)
- Passwörter ändern: Hosting, FTP/SSH, Datenbank, wp-admin
- Aktuellen Stand als forensisches Backup sichern (Dateien + DB)
- Hoster informieren — manche sperren oder helfen bei kompromittierten Accounts
- Bei Shop mit Zahlungsdaten: Vorfall dokumentieren (mögliche DSGVO-Meldepflicht)
Was du auf keinen Fall tun solltest
Genauso wichtig wie das Richtige ist das Vermeiden typischer Fehler. Lösche nicht panisch Dateien, ohne ein Backup zu haben — du könntest die Ursachenanalyse unmöglich machen. Verlasse dich nicht darauf, dass ein einzelner Malware-Scan „sauber" meldet: Backdoors überstehen oberflächliche Scans oft. Und spiele kein altes Backup ein, ohne zu prüfen, ob es bereits infiziert war — viele Hacks bleiben Wochen unentdeckt.
Die sichtbare Malware ist nur die Spitze. Angreifer hinterlassen fast immer versteckte Backdoors, über die sie zurückkommen — auch nach scheinbarer Bereinigung. Deshalb reicht „Datei gelöscht" nicht aus.
Das Ausmaß feststellen
Bevor du bereinigst, verschaffe dir einen Überblick: Welche Dateien wurden verändert (Zeitstempel im Dateisystem)? Gibt es unbekannte Admin-Benutzer in wp_users? Zeigen die Google-Suchergebnisse Spam? Meldet die Google Search Console ein Sicherheitsproblem? Diese Bestandsaufnahme entscheidet, ob eine gezielte Bereinigung reicht oder ein sauberer Neuaufbau sinnvoller ist. Details zur sicheren Erkennung findest du in unserem verlinkten „gehackt erkennen"-Ratgeber.
Bereinigen und wieder online gehen
Eine saubere Recovery folgt einem klaren Ablauf: infizierte Core-, Theme- und Plugin-Dateien durch Originalversionen ersetzen, Datenbank auf Injections prüfen, alle Backdoors entfernen und den Eintrittsvektor schließen (meist ein veraltetes Plugin). Danach die Seite härten — starke Passwörter, 2FA, Login-Limit, Datei-Permissions, Updates. Zum Schluss, falls eine Google-Warnung aktiv war, den Reconsideration-Request stellen. Erst wenn der Eintrittsvektor geschlossen ist, ist die Seite wirklich sicher.
Wann du besser sofort Hilfe holst
Ein Hack ist der Fall, bei dem Selbsthilfe am schnellsten nach hinten losgeht — eine übersehene Backdoor, und der Angreifer ist zurück. Wenn Kundendaten betroffen sind, die Seite Umsatz bringt oder eine Google-Warnung aktiv ist, zählt jede Stunde. Dann ist die professionelle Bereinigung mit schriftlichem Befundbericht der sichere Weg zurück.
Wir bringen deine Seite zurück — schnell.
Reaktion in unter 2 Stunden, Festpreis, Pay-after-fix. Schildere kurz dein Problem — wir kümmern uns.