Warum DSGVO-Fehler teuer werden können
Verstöße gegen den Datenschutz können Abmahnungen von Wettbewerbern oder spezialisierten Kanzleien nach sich ziehen und im schlimmsten Fall Bußgelder der Aufsichtsbehörden. Für die meisten Unternehmen ist das reale Risiko die Abmahnung: sie kostet Zeit, Nerven und Geld — und lässt sich mit überschaubarem Aufwand vermeiden. Wer bezahlte Werbung schaltet und dadurch mehr Traffic bekommt, macht sich zusätzlich sichtbarer.
Google Fonts & externe Dienste
Werden Google Fonts direkt vom Google-Server geladen, wird die IP-Adresse des Besuchers ohne Einwilligung in die USA übertragen — ein Gericht in München hat das ausdrücklich als Datenschutzverstoß gewertet und war Auslöser einer großen Abmahnwelle. Die Lösung ist einfach: Schriften lokal auf dem eigenen Server hosten. Dasselbe Prinzip gilt für eingebettete Dienste wie YouTube-Videos oder Google Maps — hier hilft eine Zwei-Klick-Lösung, die den Dienst erst nach Zustimmung lädt.
Google Fonts lokal zu hosten ist ein kleiner Eingriff mit großer Wirkung — es beseitigt ein bekanntes Abmahnrisiko und macht die Seite nebenbei schneller.
Analytics & Tracking datenschutzkonform
Tracking-Tools wie Google Analytics dürfen erst nach Einwilligung laden. Das bedeutet: Der Consent-Banner muss das Tracking tatsächlich blockieren, solange keine Zustimmung vorliegt — nicht nur informieren. Zusätzlich brauchst du einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter, solltest datensparsame Einstellungen wählen und das Tool in der Datenschutzerklärung nennen. Wer auf noch mehr Datensparsamkeit setzt, kann cookielose oder europäische Analyse-Alternativen prüfen.
Datenschutzerklärung, Impressum & Formulare
Datenschutzerklärung und Impressum müssen vollständig, aktuell und leicht erreichbar sein — und alle tatsächlich eingesetzten Dienste auflisten. Die Seite muss per HTTPS ausgeliefert werden. Bei Formularen gilt Datensparsamkeit: nur abfragen, was wirklich nötig ist, die Übertragung verschlüsseln und, wo erforderlich, eine Einwilligung einholen. Ein Kontaktformular, das Daten unverschlüsselt per E-Mail verschickt oder mehr Felder als nötig hat, ist ein unnötiges Risiko.
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