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DSGVO-konforme Website: Die Checkliste 2026 (Cookies, Fonts, Analytics)

Cookie-Banner, Google Fonts, Analytics: An diesen Punkten scheitern die meisten Websites beim Datenschutz — und genau hier setzen Abmahnungen an. Die praktische Checkliste.

14. August 2026 · 8 Min Lesezeit · Sicherheit
Datenschutz ist für Websites kein Nice-to-have, sondern Pflicht — und ein beliebtes Ziel für Abmahnungen. Dabei sind es meist dieselben Punkte, an denen es hakt: ein Cookie-Banner, der schon vor der Einwilligung Cookies setzt, Google Fonts direkt vom Google-Server, Analytics ohne Zustimmung. Diese Checkliste geht die wichtigsten Baustellen durch, damit deine Website datenschutzkonform und abmahnsicher wird. Hinweis: Das ist eine fachliche Orientierung, keine Rechtsberatung.
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Warum DSGVO-Fehler teuer werden können

Verstöße gegen den Datenschutz können Abmahnungen von Wettbewerbern oder spezialisierten Kanzleien nach sich ziehen und im schlimmsten Fall Bußgelder der Aufsichtsbehörden. Für die meisten Unternehmen ist das reale Risiko die Abmahnung: sie kostet Zeit, Nerven und Geld — und lässt sich mit überschaubarem Aufwand vermeiden. Wer bezahlte Werbung schaltet und dadurch mehr Traffic bekommt, macht sich zusätzlich sichtbarer.

03

Google Fonts & externe Dienste

Werden Google Fonts direkt vom Google-Server geladen, wird die IP-Adresse des Besuchers ohne Einwilligung in die USA übertragen — ein Gericht in München hat das ausdrücklich als Datenschutzverstoß gewertet und war Auslöser einer großen Abmahnwelle. Die Lösung ist einfach: Schriften lokal auf dem eigenen Server hosten. Dasselbe Prinzip gilt für eingebettete Dienste wie YouTube-Videos oder Google Maps — hier hilft eine Zwei-Klick-Lösung, die den Dienst erst nach Zustimmung lädt.

💡
Schneller Gewinn

Google Fonts lokal zu hosten ist ein kleiner Eingriff mit großer Wirkung — es beseitigt ein bekanntes Abmahnrisiko und macht die Seite nebenbei schneller.

04

Analytics & Tracking datenschutzkonform

Tracking-Tools wie Google Analytics dürfen erst nach Einwilligung laden. Das bedeutet: Der Consent-Banner muss das Tracking tatsächlich blockieren, solange keine Zustimmung vorliegt — nicht nur informieren. Zusätzlich brauchst du einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter, solltest datensparsame Einstellungen wählen und das Tool in der Datenschutzerklärung nennen. Wer auf noch mehr Datensparsamkeit setzt, kann cookielose oder europäische Analyse-Alternativen prüfen.

05

Datenschutzerklärung, Impressum & Formulare

Datenschutzerklärung und Impressum müssen vollständig, aktuell und leicht erreichbar sein — und alle tatsächlich eingesetzten Dienste auflisten. Die Seite muss per HTTPS ausgeliefert werden. Bei Formularen gilt Datensparsamkeit: nur abfragen, was wirklich nötig ist, die Übertragung verschlüsseln und, wo erforderlich, eine Einwilligung einholen. Ein Kontaktformular, das Daten unverschlüsselt per E-Mail verschickt oder mehr Felder als nötig hat, ist ein unnötiges Risiko.

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FAQ

Häufige Fragen.

Muss ich Google Fonts wirklich lokal hosten?

Es ist der sichere Weg. Das Laden direkt von Google-Servern überträgt die Besucher-IP ohne Einwilligung und wurde gerichtlich als Verstoß gewertet. Lokales Hosten beseitigt das Risiko und beschleunigt die Seite.

Darf mein Cookie-Banner Tracking schon vor der Zustimmung laden?

Nein. Vor der aktiven Einwilligung dürfen nur technisch notwendige Cookies laufen. Tracking- und Marketing-Cookies erst nach Zustimmung.

Ist ein Cookie-Banner allein ausreichend?

Nur, wenn er das Tracking auch wirklich blockiert, bis zugestimmt wurde, und Ablehnen so einfach ist wie Zustimmen. Ein reiner Hinweis-Banner ohne echte Blockierung reicht nicht.

Ist diese Checkliste eine Rechtsberatung?

Nein, sie ist eine fachliche Orientierung. Für rechtsverbindliche Aussagen zu deinem konkreten Fall wende dich an eine auf IT-Recht spezialisierte Kanzlei.
Tags
DSGVODatenschutzCookiesRecht
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